Coronavirus-Zwangspause für Nachbau von Tischtennis Bandenwagen genutzt


Die Tischtennisabteilung des MTV ‚Fichte‘ Winsen (Aller) hat die verordnete Coronavirus-Zwangspause vom 13. März bis zum 19. April 2020 für einen ehrenamtlichen Arbeitseinsatz genutzt. Es wurde begonnen, die Materialliste für die Sportgeräte und das Schlüssel-/Transponderverzeichnis der Abteilung zu überprüfen und auf den neuesten Stand zu bringen.
Bei der Sichtung der Sportgeräte fiel auf, dass die Spielfeld-Abgrenzungen (Banden) eine Menge des Stellplatzes im Geräteraum einnehmen und bei der Benutzung lange Wege gegangen werden müssen. Die bereits früher geborene Überlegung, Transportwagen für die Banden zu beschaffen oder besser nachzubauen, manifestierte sich.
Die sonst in der Sporthalle für Training oder Punktspielbetrieb aufgewendete Zeit wurde für Planung, Materialbeschaffung, Zusägen, Schweißen, Lackieren und Schrauben genutzt. Dann war es soweit; der erste Bandenwagen wurde bereitgestellt.
Angefangen hatte der für Sportler eher ungewöhnliche handwerkliche Einsatz mit einem Gespräch unter Nachbarn. Darin wurde überlegt, wie man der Tischtennisabteilung preisgünstig zu Transportwagen für Banden verhelfen kann. Nach einer Recherche im Internet wurde die erste Skizze für einen Nachbau angefertigt, die Maße bestimmt und eine Materialbedarfsliste erstellt. Der Nachbar, der (bescheiden wie er halt ist) seinen Namen nicht veröffentlicht sehen möchte, verwendete die für seinen eigenen Zaun beschafften Vierkantrohre, schweißte die Rahmen zusammen und schraubte die Räder darunter. Lackiert wurde in der Garage gegenüber. Nach dem Zuschnitt der Bretter erfolgte die finale Endmontage der Wagen wieder beim Nachbarn. Der Bandenwagen wurde über die durch die Corona-Pause leergefegten Straßen zur Sporthalle geschoben und gleich mit den Banden bestückt.
Eigentlich war vorgesehen, die Einweihung des Bandenwagens im Kreise der Tischtennissportler*innen zu feiern. Doch zur Vermeidung der sozialen Kontakte wurde darauf erst einmal verzichtet. Die Fotos allein machen deutlich, was man in einer Gemeinschaft leisten kann. Vielen Dank an meinen Nachbarn!
