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Schach-Kreismeisterschaft 2011 in Hermannsburg

Die diesjährige Schach-Kreismeisterschaft, ausgerichtet vom SK Hermannsburg, stand von Anfang an unter keinem guten Stern, sowohl hinsichtlich der Veranstaltung allgemein als auch des Ergebnisses für die Winser Teilnehmer.

Offensichtlich war der Zeitpunkt unglücklich gewählt; zeitgleich fanden nämlich an diesem Wochenende mehrere attraktive und stark besetzte Turniere außerhalb statt (so zum Beispiel die dritte Runde des Deutschland-Cups in Sottrum, an dem gleich 4 starke Spieler aus Winsen sowie weitere Spieler aus Vereinen des Landkreises teilnahmen) – infolge dessen kamen schließlich nur ganze 14 Spieler aus Stadt und Landkreis Celle am Sonnabend, den 10.09. in Hermannsburg zusammen.

Ganz allgemein scheint aber auch die Attraktivität dieser lokalen Veranstaltungen immer mehr nachzulassen; es gibt inzwischen eine Vielzahl sehr interessanter Schachturniere im niedersächsischen Raum, die auch mit vertretbarem Aufwand erreichbar sind und auf denen man die Chance hat, auch einmal einem richtig hochkarätigen Schachmeistern Auge in Auge gegenüber zu sitzen. Für die Winser lief es aber außerdem nicht sehr befriedigend: Dr. Jahns, immerhin nach Wertungszahl drittstärkster Spieler im Feld, erwischte am Sonnabend einen rabenschwarzen Tag und verlor 3 von 4 Partien; diese Scharte konnte er dann am Sonntag auch mit 3 gewonnenen (von 3) Partien nicht mehr auswetzen und belegte mit 4 Punkten den enttäuschenden 8. Platz.

Aber auch der Favorit, Sven Huhs aus Hermannsburg, spielte weit unter seinen Möglichkeiten und landete schließlich mit 4,5 Punkten auf Rang 3. Dagegen konnte Dr. Kuhnle (Hermannsburg) den Anforderungen gerecht werden; unangefochten erspielte er sich den diesjährigen Kreismeistertitel mit 6,5 Punkten aus 7 Partien.

Erfreulich aus Winser Sicht war das Abschneiden von Ingo Vogler: Aufgrund der besseren Feinwertung rangierte er mit ebenfalls 4 Punkten noch vor seinem Vereinskameraden Dr. Jahns auf dem 4. Platz.

Heinz Fuhlrott als dritter „Fichte“-Spieler schaffte mit 3 Siegpunkten den 10. Rang.

Es war etwas schade um den organisatorischen Aufwand, den die Hermannsburger Schachfreunde getrieben hatten – es war ein schönes Turnier in angenehmer Umgebung und hätte mehr Teilnehmer verdient.


Text und Fotos: Dr. Reiner Jahns