Rehasport für Lungenerkrankte
Die Treppe avanciert zum Hindernis, die Puste schwindet. Besonders jetzt bei diesem warmen Wetter. Doch es gibt Abhilfe.
Regelmäßige behutsame Bewegung stärkt die Atemmuskulatur und mildert Atemnot. „Auch und gerade für Lungenkranke ist Sport sinnvoll“, sagt der erfahrene Reha-Übungsleiter Tobias Woelki vom MTV „Fichte“ Winsen (Aller).
„Bewegung lindert die Beschwerden von Menschen mit Atemwegserkrankungen wie COPD oder Asthma erheblich, denn Bewegung trainiert die Muskulatur, stärkt die Lungenfunktion, verbessert die Ausdauer, wirkt depressiven Stimmungen entgegen und hilft zu entspannen“, listet Woelki auf. Bei Lungenkranken, die regelmäßig Sport treiben, verbessere sich oftmals die Lebensqualität durch weniger Atemnot.
„Sport verschiebt die Schwelle, ab der Atemnot einsetzt“, weiß der Reha-Übungsleiter aus Erfahrung. Auch Menschen mit einer schweren Lungenerkrankung könnten von der gezielten Bewegungstherapie profitieren. In der Lungensportgruppe werde auf die Bedürfnisse und Leistungsfähigkeit der einzelnen Patienten eingegangen.
Bei entsprechend schwer ausgeprägter Erkrankung würden die Kurse auf Verordnung durch den Hausarzt oder den Facharzt auf Antrag von den Krankenkassen oftmals bezahlt. Ziel der sanften Bewegungsformen in den Bereichen Ausdauer, Beweglichkeit und Kraft sei es unter anderem, „ein gut kontrolliertes Asthma zu erreichen“, so Woelki.
Beim Lungensport „wechseln sich dosierte Bewegungsphasen mit Entspannungsphasen ab, damit sich keiner überanstrengen kann“, erklärt der Reha-Trainer. Das Training klinge auch mit einer Entspannungsphase aus, damit sich die Atmung wieder beruhigen könne.
Ansprechpartner
rehasport(at)mtv-fichte.de Mobiltelefon: 0171 2702688
Trainingzeiten
Die aktuell gültigen Trainingszeiten finden Sie auf der Seite Dokumente unter Übungszeitenübersicht.
